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ADS

ADS: Aufmerksamkeits-Defizit-Störung
Diese Abkürzung wird oft für die Diagnose eines Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom vom unaufmerksamen Typ oder AufmerksamkeitsDefizitSyndrom ohne Hyperaktivität benutzt (Träumer*in).

Wir benutzen den Begriff ADS gerne für alle Typen von ADS als Oberbegriff und beschreiben die verschiedenen Facetten in Form der der Comic-Figuren Konzi, Ups & Co als ADS-Problemmacher

ADHS

ADHS: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung steht für eine Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität. Oft wird für diese Diagnose das Bild des "Zappelphilipps" benutzt.

Wir wissen zu diesem Störungsbild ADHS/ADS mittlerweile, dass es viele Facetten gibt und die Hyperaktivität nicht das Hauptproblem ist, sondern die Aufmerksamkeitsstörung mit einer mangelnden Impulssteuerung und emotionalen Dysbalancen. Wir benutzen deshalb den Begriff ADS für alle Formen dieser Störung und beschreiben die Besonderheiten über die ADS-Problemmacher in den Comicfiguren Konzi, Ups, Movie und Emos.

Arbeitsgedächtnis

Im Arbeitsgedächtnis - working memory - werden in unserem Gehirn kurzfristig Informationen bereit gehalten, um sie neu zu verknüpfen und weiter zu bearbeiten.

Das Arbeitsgedächtnis - oder auch Kurzzeitgedächtnis genannt - ist eine wichtige Zwischenstation in dem Prozess der Info-Verarbeitung. Hier werden neu aufgenommene Infos sortiert und je nach Aufgabe mit Inhalten aus dem Langzeitgedächtnis verbunden.

Unter dem Thema Lernstrategien finden Sie in dem Schema Lernen - eine aktive Infoverarbeitung eine anschauliche Darstellung des Arbeitsgedächtnisses.

Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit umschreibt unsere Fähigkeit, aus dem vielfältigen Reizangebot der Umwelt einzelne Infos auszuwählen und bevorzugt zu betrachten, andere dagegen zu übergehen und zu unterdrücken.

Ein der wichtigsten Aufmerksamkeitsfunktionen, die selektive Aufmerksamkeit (Konzentration) ist dafür verantwortlich, dass durch unsere Sinne aufgenommene Reize gezielt weiterverarbeitet werden (Info-Verarbeitung), die Basis für jeden Denkprozess, für Kommunikation und Lernen.

Aufmerksamkeit reguliert Wahrnehmung und steuert so unsere Prozesse im Gehirn.

Wir benutzen den Begriff Aufmerksamkeit auch zur Umschreibung emotionaler Fähigkeiten. Aufmerksamsein heißt den anderen bewusst wahrnehmen und wertschätzen.

Coaching

Coaching ist eine individuelle Unterstützung für Ratsuchende. Im Coaching kann man Infos zu Problemthemen erhalten, man lernt Zusammenhänge besser verstehen, man bekommt Ideen für Lösungen und lernt Ziele zu definieren.

Wir sehen Eltern in der Rolle als Coach ihrer Kinder und unterstützen sie durch das Elterntraining.

DSM-5

DSM ist die Abkürzung für Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. DSM-5 die neueste Version des weltweit etabliertes Klassifikationssystem für psychische Störungen.

In der DSM-5 werden 3 Erscheinungsformen von ADS beschreiben:

Weitere Infos finden Sie unter dem Thema Konzentration/ADS Diagnose ADS

Eltern-Life-Balance

Viele reden über Work-Life-Balance, wir thematisieren bewusst die Eltern-Life-Balance. Sie ist für alle Eltern mehr oder weniger eine Herausforderung. Am schwersten haben es Eltern, wenn ihr Kind ein Handicap hat.

Erziehung und Coaching von Kindern bedeutet sowohl Spass und Glück, als auch Ärger und Stress.  Es gilt eine gute Balance zu finden zwischen den Schwierigkeiten, die zu bewältigen sind, und der Leichtigkeit, das ElternSein mit seinen schönen Momenten zu geniessen.

Wir möchten alle Eltern motivieren, viele schöne Zeiten mit ihrem Kind zu forcieren und Lösungsstrategien  für notwendige Muss-Situationen im Alltag zu trainieren. Tipps hierzu finden Sie uns unter Eltern als Coach.

Emotionsregulation

Emotionsregulation heisst: Die eigenen Gefühle und emotionale Reaktionen lenken zu können.

Dies ist eine wichtige Fähigkeit, die Kinder im Laufe ihrer emotionalen Entwicklung lernen, um mit Lebensanforderungen gut zurechtzukommen. Wir können nicht jedes Gefühl in jeder Gelegenheit ausleben, wie unserem Ärger Luft machen ohne Konsequenzen zu checken.

Ein hoher EQ ist eng verknüpft mit Lebenskompetenz und die Basis für Zufriedenheit. Emotionale Skills - wie Impulssteuerung beherrschen und Emotionen selbst managen können, dienen als Schutz vor Frustrationen und minimieren Enttäuschungen.

Hierzu ein Beitrag von Dr. Schlau EQ und Lebenskompentenz und Tipps für Eltern zum Thema Emotionen selbst managen

Ergotherapie

Ergotherapie ist eine medizinische Behandlungsform, die Menschen mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit unterstützt.

Kinder werden durch Ergotherapie in ihrer Entwicklung gefördert. Sie erlernen über das direkte Tun neue Fertigkeiten. Sie trainieren je nach Handicap Motorik, Feinmotorik, Ausdauer, Konzentration und Merkfähigkeit.

EQ Emotionale Intelligenz

EQ bedeutet Emotionale Intelligenz. Unter EQ werden unsere Fähigkeiten zusammengefasst, Emotionen bei sich und andern zu erkennen, diese adäquat zu steuern, Empathie für andere zu entwickeln und soziale Situationen gut zu managen. Der EQ gilt als Schlüssel zum Erfolg und für Lebenszufriedenheit.

EQ kann man durch Training steigern. Jedes Kind erlernt im Laufe seiner Entwicklung diese wichtigen emotional-sozialen Skills. Wir benutzen für diesen Prozess den Begriff Emotionale Reife.

Dr. Schlau listet Ihnen im Thema "Eltern als Coach" unter dem Artikel Emotionale Entwicklung - Konsequenzen immer besser überblicken die Stationen der emotionalen Entwicklung bei Kindern auf und Sie finden Tipps unter  Emotionen selbst managen

Exekutive Funktionen

Der Begriff Exekutive Funktionen stammt aus der Neurowissenschaft und faßt komplexe Kontrollfunktionen zusammen, die unsere Gedanken, unsere Emotionen und unsere Verhaltensweisen auf Anforderungen und Situationen gut abstimmen.  Durch sie haben wir eine kognitive Flexibiltät und können uns auf verschiedene Anforderungen einstellen.

Wir benutzen für diese komplexen Funktionen, die unser Denken und Handeln steuern, das Bild des Dirigenten Ratio.

Dr. Schlau erklärt die Exekutiven Funktionen, die Aufgaben des Dirigenten Ratio unter den Beitrag: Der Dirigent Ratio steuert den Prozeß "Lernen".

Frustrationstoleranz

Frustrationstoleranz ist die persönliche Fähigkeit mit Enttäuschungen umgehen zu können. Um frustrierenden Situationen nicht als schwere Niederlage oder als Anlass für Verzweiflung zu erleben, braucht man eine gutes inneres Team, das Erlebtes und damit verbundene Gefühle gut beleuchtet und mit Ruhe einsortiert.

Frustrationstoleranz lernt man u.a. durch eine gute Impulskontrolle und Stärkung des EQs.

Hyeraktivität

Hyperaktivität steht als Begriff für motorische Unruhe, hoher Bewegungsdrang. Hyperaktivität ist ein Leitsymptom bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).

Wir benutzen zur Beschreibung von Hyperaktivität die Comicfigur Movi, die sehr aktiv sein kann und den zu starken Bewegungsdrang symbolisiert.

ICD-10

ICD ist die Abkürzung für International Statistical Classification of Diseases and Related Health. 

Die Ziffer 10 bezeichnet die 10. Revision der Klassifikation.

In dieser Zusammenstellung hat die WHO Krankheiten klassifiziert und in Diagnosegruppen eingeordnet. Es gibt diese ICD-10-Codes zur Verschlüsselung von Diagnosen.

Impulsivität

Um Impulsivität zu umschreiben, werden folgenden Begriffen genutzt: spontan, unüberlegt, sprunghaft, oberflächlich, ideenreich, unkontrolliert, sehr temperamentvoll, ungeduldig, aufbrausend, leidenschaftlich...

In der Psychologie wird Impulsivität benutzt für mangelnde Kontrolle der eigenen Reaktionen. Im Verhalten sind impulsive Menschen sehr anstrengend. Sie reagieren immer im Moment nach Stimmung und bedenken keine Konsequenzen. Ein impulsiver Wahrnehmugnsstil bedeutet zu schnell, zu oberflächlich Aufgaebn zu lösen. Das führt zu Schusselfehlern.

Wir benutzen die Comicfigur Ups, um Impulslvität im Verhalten und in der Wahrnehmung mit seinen Varianten aufzuzeigen. Ups ist einer der 4 Problemmacher bei ADS.

Im Blogartikel Impulsivität - Ups macht Probleme finden Sie weitere Erklärungen und Beispiele.

Info-Verarbeitung

Info-Verarbeitung ist die Basis  der Wahrnehmungsverarbeitung bei allen kognitiven Aktivitäten.

Ein Schema hierzu finden Sie unter dem Thema Lernstrategien: Infos werden gezielt über die Sinnesorgane aufgenommen, im Arbeitsgedächtnis zwischengelagert, neu sortiert und mit schon Gelerntem aus dem Langzeitgedächtnis neu verknüpft. Das Prinzip der Infoverarbeitung kennen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Lernprozessen.

Und nicht nur das: Um ADS und ADHS mit seinen Besonderheiten zu verstehen und um  Lösungsstrategien zu trainieren, muss man sich die Auffälligkeiten in der Info-Verarbeitung bei ADS mit und ohne Hyperaktivität klar machen.

Schemata zur Info-Verarbeitung bei ADS mit Hyperaktivität und zur Info-Verarbeitung bei ADS ohne Hyperaktivität finden Sie unter dem Kapitel Bescheid wissen - Strategien trainieren - Motivation pushen. 

IQ

IQ steht für Intelligenzquotient. Der IQ ist ein Messwert für kognitive Intelligenz, ausgedrückt als Zahlenwert.

Zur Messung werden sogenannte Entwicklungs- und Intelligenz-Testverfahren  eingesetzt, wie z.B. HAWIK, HAWIE, WISC, K-ABC, CFT 20, CPM.

Der Mittelwert des IQ ist auf 100 festgelegt und die Standardabweichung auf einen Wert von 15. Somit liegt der Normbereich (= durchschnittliche Intelligenz) zwischen 85 und 115.

Komorbidität

Übersetzt bedeutet Komorbidität = Begleiterkrankung. Zu einer Grunderkrankung gesellt sich ein weiteres Krankheitsbild.

Beispiel ADS/ADHS: als Komorbiditäten können weiter psychische Störungen oder Handicaps auftreten wie:

In der Therapie ist es wichtig, die Grunderkrankung primär zu behandeln, um dann bessere Möglichkeiten zu haben, auch die Begleiterkrankungen anzugehen.

Konzentration

Konzentration ist eine unserer Aufmerksamkeitsfunktionen. Konzentration heißt, den Wahrnehmungs-Scheinwerfer gezielt zu lenken, um Wichtiges als Info aufzunehmen. Unwichtiges wird dabei ausgeblendet.

Wir benutzen zur Darstellung der Konzentrationfähigkeit  die Comic-Figur Konzi. Konzi muss ständig trainiert werden, nicht nur beim Lernen, sondern auch in der Kommunikation und im Spiel. Sie ist einer der 4 ADS-Problemmacher.

Infos zum Thema finden Sie u.a. im Blogartikel Konzentration - Aufmerksamkeit.

Lerntherapie

Lerntherapie ist eine psychologisch-pädogogische Unterstützung für Kinder/Jugendliche mit Lernstörungen, wie Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), Rechenschwäche (Dyskalkulie) sowie bei Lernproblemen durch ADS/ADHS und bei mangelnder Lernmotivation.

In der Lerntherapie werden Schlüsselkompetenzen für Lernprozesse mit individuellen Materialien erarbeitet, so dass Infoverarbeitung, Konzentration, Lesen, Schreiben und Rechnen besser gelingen können. Ein besonderer Fokus wird auf Stärken und gelingende Lernsituationen gelegt.

Lese-Rechtschreibstörung LRS

Eine Lese-Rechtschreibschwäche bzw. -störung (LRS oder auch Legasthenie genannt) ist eine umschriebene Teilleistungsstörung mit gravierenden Problemen beim Erlernen des Lesens und Schreibens.

In der Entwicklungsneurologie wenden wir für die Feststellung einer LRS die von der WHO definierten Diagnosekriterien nach dem internationalen Klassifikationsschema ICD-10 ( F81.0) an.  Betroffene Kinder/Jugendliche haben in der neuropsychologischen Testung eine durchschnittliche Intelligenz (IQ-Wert liegt im Altersdurchschnitt) und signifikante unterdurchschnittliche Leistungen in den standardisierten Lese- und Rechtschreibtestungen.

Infos auch unter Teilleistungsstörungen TLS.

Methylphenidat MPH

Methylphenidat, kurz MPH ist ein Arzneistoff zur Therapie von ADS/ADHS, seltener auch bei Narkolepsie.

Bei uns in Deutschland gibt es verschiedene, zugelassene Methylphenidat-Präparate, wie Ritalin, Equasym, Medikinet, Concerta etc. Seit mehr als 50 Jahren werden sie in der ADS-Therapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt.

Infos zur Pharmakotherapie bei ADS/ADHS finden Sie bei uns unter ADS-Therapiebausteine - Medikamentöse Therapie.

Motivation

Motivation ist von dem lateinischen Begriff movere = bewegen abgeleitet. Motivation ist die "Antriebsfeder" etwas zu tun, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Es gibt 2 Motivationssysteme:

  1. intinsische Motivation
    Der Anreiz kommt von innen: ich habe Lust etwas zu tun.
  2. extrinsische Motivation
    Der Anreiz wird von aussen gesetzt, um den Start ins Tun zu erleichtern. (Belohnungsanreize)

Motivation gibt uns die Energie, auch etwas Anstrengendes zu tun.

Bei uns finden Sie dazu Infos im Artikel von  Dr. Schlau Motivation - Die Triebfeder des Tuns im Kapitel "Eltern als Coach/Motivation unterstützen"

Multimodale Therapie

Die multimodale Therapie bei Kindern und Jugendlichen beinhaltet die Verknüpfung verschiedener Modalitäten in einer Behandlung. Bei Kinder und Jugendlichen mit ADS werden die Module Elterntraining, Psychoeduktion, Psychotherapie/Lerntherapie/Ergotherapie und Pharmakotherapie je nach Ausprägungsgrad individuell eingesetzt.

Wir benutzen für die multimodale Therapie bei ADS das Bild der 3 ADS-Therapiebausteine:

Neurotransmitter

Neurotransmitter sind Botenstoffe, die für die Kommunikation unserer Gehirnzellen verantwortlich sind. Der Informationsaustausch im Gehirn hängt davon ab, dass Netzwerke von Nervenzellen über Synapsen mit einander im Austausch stehen. Elektrische Erregung an den Synapsen wird durch chemische Übertragung - durch die Neurotransmitter - gemanagt.

Wie haben viele verschiedene Neurotransmitter in unserem Neuronalen Netzwerk. Bei ADS/ADHS spielen hauptsächlich die Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Serotonin die Hauptrollen.

Die Medikation in der ADS-Therapie optimiert die Signalübertragung durch Dopamin/Noradrenalin im Aufmerksamkeitszentrum. Infos hierzu gibt Ihnen Dr. Schlau in seinem Beitrag Medikation optimiert Signalweitergabe im Kapitel Medikamentöse Therapie bei ADS.

Rechenschwäche Dyskalkulie

Eine Rechenschwäche - auch Dyskalkulie genannt -  ist eine umschriebene Teilleistungsstörung mit gravierenden Problemen beim Erlernen des Rechnens.

In der Entwicklungsneurologie wenden wir für die Feststellung einer Dyskalkulie die von der WHO definierten Diagnosekriterien nach dem internationalen Klassifikationsschema ICD-10 ( F81.2) an.  Betroffene Kinder/Jugendliche haben in der neuropsychologischen Testung eine durchschnittliche Intelligenz (IQ-Wert liegt im Altersdurchschnitt) und signifikante unterdurchschnittliche Leistungen in der Überprüfung von Mengen- und Zahlenverständnis und von Rechenfertigkeiten.

Infos auch unter Teilleistungsstörungen TLS.

Resilienz

In der Psychologie wird der Begriff Resilienz für individuelle psychische Widerstandsfähigkeit benutzt.

Menschen mit hoher Resilienz reagieren weniger schnell auf Stressoren und finden bei Belastungen schnell ihr inneres Gleichgewicht wieder. Sie sind oft sogar in der Lage, aus Krisensituationen gestärkt hervorzugehen. Sie sehen als Optimisten in jedem Problem eine Chance.

Ritalin

Ritalin ist ganz nüchtern betrachtet der Name eines Methylphenidat-Präparates, das in der Therapie von ADS/ADHS eingesetzt wird.

So nüchtern wird Ritalin meist nicht erwähnt. Seit Jahrzehnten wird  emotional diskutiert. Im Internet gibt es unter  Ritalin über 4.780.000 Einträge. Die wenigsten Beiträge entsprechend wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Fachärzte, die ADS/ADHS-Betroffene behandeln, sind froh, dass es Methylphenidate zur medikamentösen Therapie gibt. Mittlerweile werden eher selten die kurzwirkenden Ritalin-Tabletten eingesetzt, sondern meisten Methylphenidat-Retardpräparate.

Infos hierzu finden Sie bei uns unter Hilfen bei ADS - Die medikamentöse Therapie mit Erklärungen aus der Neurowissenschaft  und Beispielen aus der Praxis.

Selbstkonzept - Selbstbewusstsein

Mit den Begriffen Selbstkonzept und Selbstbewusstsein werden in der Psychologie das Wissen und das bewusste Wahrnehmen seiner eigenen Identität, seiner Fähigkeiten, seiner eigenen Werte in Form von Gedanken und Gefühlen umschrieben. Ich finde Antworten zur Frage "Wer bin ich?".

Wir benutzen gerne hierfür auch die Begriffe SelbstWert und Ich-Profil. Sie sind Schlüsselqualifikationen für persönliche Zufriedenheit und Glücksempfinden.

Selbstwirksamkeit, Kommunikationsfähigkeit und Steuerung von Emotionen sind in der Ich-Entwicklung wichtige Ziele. Eltern fördern als engste Bezugspersonen das Ich-Profil durch Betonung der individuellen Stärken. Weitere Infos hierzu finden Sie unter Thema Eltern als Coach im Kapitel Talente entdecken - Kinder stark machen

Teilleistungsstörung TLS

Eine Teilleistungsstörung oder Teilleistungsschwäche - kurz auch TLS genannt-  ist eine  neuropsychologische Beeinträchtigung in einem Fähigkeitsbereich. Die bekanntesten Teilleistungsstörungen sind die Lese-Rechtschreibstörung (LRS) und die Rechenschwäche (Dyskalkulie). 

Es besteht ein Lerndefizit nur in einem Bereich. Die allgemeine Begabung - der IQ - liegt im Altersdurchschnitt.

In der neuropsychologischen Testung unterscheiden wir je nach Schweregrad eine Teilleistungsschwäche von einer Teilleistungsstörung.

Kinder mit TLS brauchen gezielte Hilfestellung durch eine Lerntherapie und sollten in der Schule einen Nachteilsausgleich erhalten.

Temperament

Mit Temperament wird in der Psychologie eine relativ konstante Weise des Fühlens, Erlebens, Handelns und Reagierens umschrieben, die einer Persönlichkeit zugeordnet wird. Zur Bewertung des Temperament spielen die Dimensionen der Emotionalität, Aktivität und Geselligkeit eine Rolle.

Bei Kindern wird oft der Begriff "schwieriges Temperament" benutzt, wenn eine hohe Impulsivität eine stabile emotionale Entwicklung beeinträchtigt.

Hierzu finden Sie Infos von Dr. Schlau im Artikel Ungezügeltes Temperament im Kapitel "ADS-Elterntraining" bei Tipps für Ups

Verhaltenstherapie VT

Verhaltenstherapie ist eine ziel- und lösungsorientierte Psychotherapie-Methode, um problematisches Verhalten zu modifizieren. Es werden dazu kognitive Strategien benutzt, die helfen, Situationen zu analysieren, um dann neue Bewältigungsmöglichkeiten für Probleme zu trainieren. Man lernt "alte" Bewertung- und Verhaltensmuster zu variieren.

Vt ist eine sehr effiziente Methode in der ADS-Therapie. Wir haben viele Prinzipien aus der VT in unser Elterntraining integriert.

Wahrnehmungsstörung

Von einer Wahrnehmungsstörung spricht man dann, wenn neuronale Reize aus den Sinnesorganen im ZNS - unserem neuronalen Netzwerk Gehirn - nicht korrekt verarbeitet werden.

Je nach Aufnahmekanal des Reizes unterscheidet man zwischen auditiven, visuellen, taktilen und kinästhetischen Wahrnehmungsstörungen.

Bei der Diagnostik ist wichtig, zunächst zu überprüfen, ob 1. die Sinnesorgane wie Augen, Ohren, Tastsinn ausreichend gut bei der Aufnahme von Umgebungsreizen funktionieren, und 2. wie gut die Konzentration, die gezielte Aufnahme von Infos gelingt, ehe man von einer Wahrnehmungs-Verarbeitungsstörung spricht.

Bei Konzentrationsstörungen und besonders bei ADS liegt das Problem schon in der fokussierten Info-Aufnahme. Wenn diese nicht optimal gelingt, resultierend daraus eine sekundäre Wahrnehmungsstörung.

Weitere Infos finden Sie unter der Beschreibung Wahrnehmungsstörung. 

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